Badminton

Badminton ist ein Ballspiel, das mit einem kleinen Federball (Shuttlecock) und jeweils einem Badmintonschläger pro Person gespielt wird. Badminton ist die Wettkampfvariante des bekannten Hobbysports Federball.

Allgemeines

Badminton ist ein Rückschlagspiel für zwei Spieler (Einzel) oder vier Spieler (Doppel). Ziel des Spieles ist es, den Ball so über das Netz in die gegnerische Feldhälfte zu schlagen, dass der Gegner ihn nicht regelgerecht zurückschlagen kann. Das aus dem Freizeitbereich bekannte Federballspiel, mit dem es manchmal verwechselt wird, hat dagegen möglichst lange Ballwechsel zum Ziel.

Badminton hat gewisse Ähnlichkeit mit Tennis, unterscheidet sich davon jedoch in grundlegenden, spieltechnischen und -taktischen Aspekten. Das Badmintonspielfeld ist im Gegensatz zum Tennisfeld vergleichsweise klein. Ein Badmintonschläger ist wesentlich leichter als ein Tennisschläger. Der Spielball (Federball) darf den Boden nicht berühren. Er ist mit einem Federkranz bestückt, der sich durch besondere Flugeigenschaften auszeichnet.

Badminton stellt hohe Ansprüche an Reflexe, Grundschnelligkeit und Kondition und erfordert weiterhin für ein gutes Spiel Konzentrationsfähigkeit, Spielwitz und taktisches Geschick. Lange Ballwechsel und eine Spieldauer bis zu 60 Minuten ohne echte Pausen fordern eine gut entwickelte Ausdauer. Die Tatsache, dass durch den leichten Schläger Änderungen in der Schlagrichtung ohne deutliche Ausholbewegungen zu erreichen sind, macht Badminton zu einem extrem raffinierten und täuschungsreichen Spiel. Dem schnellen Angriffsspiel ist nur durch gute Reflexe und sehr bewegliche Laufarbeit zu begegnen. Der Wechsel zwischen hart geschlagenen Angriffsbällen, angetäuschten Finten sowie präzisem, gefühlvollem Spiel am Netz ist es, was die Faszination von Badminton ausmacht.

Gezählt wird nach Punkten und nach Sätzen (derzeit sind im Badmintonsport neue Zählsysteme in Diskussion und Erprobung). Punkte erzielen kann nur die Partei, die das Aufschlagrecht besitzt. Als Fehler gilt es unter anderem, wenn der Ball das Netz nicht überfliegt oder den Bereich außerhalb des Spielfeldes berührt, oder wenn Spieler bzw. Schläger das Netz berühren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rückschlagspielen wird bei Badminton auch dann weitergespielt, wenn der Ball beim Aufschlag das Netz berührt.

Geschichte

Ursprünge

Bereits lange vor der Entstehung des Namens Badminton gab es Rückschlagspiele, die dem heutigen Federball ähnelten. In Indien gefundene Höhlenzeichnungen belegen, dass dort bereits vor 2000 Jahren mit abgeflachten Hölzern kleine, mit Hühnerfedern gespickte Holzbälle geschlagen wurden. Auch bei den Inkas und den Azteken waren Rückschlagspiele mit gefiederten Bällen bekannt. In Europa zur Zeit des Barock entwickelte sich ein unter dem Namen Battledore and Shuttlecock oder Jeu de Volant bekanntes Federballspiel zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des höfischen Adels. Ziel bei dieser Variante des Federballspiels war es, dass zwei Spieler sich mit einfachen Schlägern einen Federball so oft wie möglich zuspielen, ohne dass dieser den Boden berührt. Ein urkundlich erwähnter Rekord aus dem Jahre 1830 beläuft sich auf 2117 Schläge für einen Ballwechsel zwischen Mitgliedern der Sommerset-Familie.

Das heutige Spiel verdankt seinen Namen dem englischen Landsitz des Duke of Beaufort aus der Grafschaft Gloucestershire. Auf diesem Landsitz mit dem Namen Badminton wurde 1872 das von dem britischen Kolonialoffizier aus Indien mitgebrachte und als Poona bezeichnete Spiel vorgestellt. 1893 wurde in England der erste Badmintonverband gegründet, und schon 1899 fanden die ersten All England Championships statt, die heutzutage unter Badmintonanhängern den gleichen Stellenwert haben wie das Turnier von Wimbledon für die Tennisfreunde.

Der neue Sport erfreute sich großer Beliebtheit. Schwierigkeiten bereitete es nur, geeignete Sportstätten zu finden. Es musste oft an ungewöhnlichen Orten gespielt werden, denn die einzigen uneingeschränkt geeigneten Räumlichkeiten zu dieser Zeit waren Kirchen. Das hohe Mittelschiff einer Kirche bot dem Federball freie Flugbahn, und die Kirchenbänke dienten den Zuschauern als Logenplätze.

Entwicklung in Deutschland

In Deutschland wurde im Jahre 1903 der erste Badminton-Sportverein außerhalb Englands gegründet - der Bad Homburger Badminton-Club. Mitte der zwanziger Jahre breitete sich der organisierte Badmintonsport auch auf Nordeuropa und Nordamerika aus, so dass bereits im Juli 1934 die International Badminton Federation (IBF), der Welt-Dachverband, gegründet werden konnte.

Die ersten Deutschen Meisterschaften fanden am 17. und 18. Januar 1953 in Wiesbaden statt. Am selben Wochenende wurde der Deutsche Badminton-Verband (DBV) aus der Taufe gehoben, der noch im gleichen Jahr in die IBF eintrat. Erster Präsident des DBV war der Industrielle Hans Riegel aus Bonn (HARIBO). Im Mai des darauf folgenden Jahres wurde der DBV als 26. Fachverband in den Deutschen Sportbund (DSB) aufgenommen, und 1967 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der European Badminton Union (EBU). 1958 entstand auch in der damaligen DDR ein Federballverband, dessen Landesverbände 1990 in den DBV eingegliedert wurden.

Während in den sechziger Jahren eine gewisse Stagnation der Mitgliederzahlen zu beobachten war, erfolgte in den Siebzigern im Zuge der Erstellung zahlreicher neuer Sporthallen ein wahrer Badminton-Boom. Dieser Aufschwung mit teilweiser Verdreifachung von Mitgliederzahlen in Verbänden und Vereinen hielt bis Ende der achtziger Jahre an, als viele Tennishallen zu Badminton-Zentren umgebaut wurden. In den Neunzigern wurde erneut eine leichte Stagnation spürbar, und seit der Jahrtausendwende sind die Mitgliederzahlen im DBV sogar leicht rückläufig, trotz der Integration von Badminton in den Schulsport.

Dem Deutschen Badminton-Verband gehören derzeit 16 Ländesverbände mit etwa 218 000 Mitgliedern in 2700 Vereinen an. Darüber hinaus gibt es ca. 4,5 Millionen Freizeitspieler ohne Vereinszugehörigkeit, die Badminton mehr oder weniger regelmäßig in einem der vielen Zentren betreiben.

Badminton international

Große Popularität genießt Badminton in seinen europäischen und asiatischen Hochburgen Dänemark, Schweden, England, China, Indonesien, Japan, Malaysia und Korea. In diesen Ländern haben große Badminton-Veranstaltungen ähnlichen Stellenwert wie bei uns Fußball oder Leichtathletik. In den Siegerlisten der bedeutenden internationalen Turniere findet man deshalb auch hauptsächlich dänische, englische oder asiatische Namen.

Seit 1977 finden Weltmeisterschaften statt, seit 1983 alle zwei Jahre. Mit dem Davis-Cup im Tennis vergleichbar sind die Mannschaftsweltmeisterschaften im Badminton: seit 1949 der Thomas-Cup für Herren-Nationalteams sowie seit 1957 der Uber-Cup für Damen-Nationalteams. Im Jahre 1989 wurde der Sudirman-Cup ins Leben gerufen, die offizielle Nationalmannschafts-Weltmeisterschaft für gemischte Teams (Damen und Herren).

1983 führte die IBF den Grand Prix Circuit ein. Auf internationalen Preisgeldturnieren treten die besten Spieler des Jahres in Asien, Europa und Nordamerika gegeneinander an und treffen schließlich beim World Grand Prix Final aufeinander. Bei diesem Turnier und bei den beiden höchst dotierten Turnieren in Dänemark (Danish Open) und Korea (Korean Open) werden Preisgelder von rund einer Viertel Million US-Dollar ausgeschüttet.

Derzeit sind 156 Nationen mit über 14 Millionen Spielern Mitglied in der IBF.

Olympische Sportart

Bereits 1972 bei den olympischen Spielen in München war Badminton als sogenannte Demonstrationssportart vertreten. Doch erst nachdem es 1988 zum zweiten Mal in Seoul sehr erfolgreich der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, entschloss sich das IOK, Badminton 1992 in Barcelona zur olympischen Disziplin zu erheben, allerdings ohne gemischtes Doppel. Erst 1996 wurden alle fünf Disziplinen bei den Spielen von Atlanta ausgetragen.

Liste der bisherigen Olympiasieger:

Jahr/Ort

Herreneinzel

Dameneinzel

Herrendoppel

Damendoppel

Mixed

1972 München*

Rudy Hartono (INA)

Noriko Nakayama (JPN)

Ade Chandra/Christian Hadinata (INA)

nicht ausgetragen

Derek Talbot/Gillian Gilks (GBR)

1988 Seoul*

Yang Yang (CHN)

Han Aiping (CHN)

Li Yongbo/Tian Bingyi (CHN)

Kim Yun-Ja/Chung Soo-Young (KOR)

Park Joo-Bong/Chung Myung-Hee (KOR)

1992 Barcelona

Allan Budi Kusuma (INA)

Susi Susanti (INA)

Park Joo Bong/Kim Moon Soo (KOR)

Hwang Hye Young/Chung So Young (KOR)

nicht ausgetragen

1996 Atlanta

Paul-Erik Hoyer-Larsen (DEN)

Bang Soo Hyun (KOR)

Ricky A Subagja/Rexy Mainaky (INA)

Ge Fei/Gu Jun (CHN)

Kim Dong Moon/Gil Young Ah (KOR)

2000 Sidney

Ji Xinpeng (CHN)

Gong Zhichao (CHN)

Candra Wijaya/Tony Gunawan (INA)

Ge Fei/Gu Jun (CHN)

Zhang Jun/Gao Ling (CHN)

2004 Athen

Taufik Hidayat (INA)

Zhang Ning (CHN)

Kim Dong-Moon/Ha Tae-Kwon (KOR)

Yang Wei/Zhang Jiewen (CHN)

Zhang Jun/Gao Ling (CHN)

*Demonstrationssportart

Federball

Bei Wettkämpfen oder Turnieren wird in den höheren Spielklassen und auf internationaler Ebene mit Naturfederbällen gespielt. Der Kopf ist aus Kork, der Federkranz besteht in der Regel aus 16 Gänse- oder Entenfedern, die in den Kork eingeklebt und miteinander verschnürt sind. Sie werden hauptsächlich in Asien handgefertigt und zeichnen sich durch besondere Flugeigenschaften aus.

Der Flug des ca. 5 g leichten Naturfederballes wird in besonderem Maße von den Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit beeinflusst. So können Flughöhe, Geschwindigkeit und damit Reichweite eines lang geschlagenen Balles in Hallen unterschiedlicher Höhenlage stark variieren. Um solche Einflüsse zu kompensieren, sind Naturfederbälle in unterschiedlichen Geschwindigkeiten erhältlich. Darüber hinaus lässt sich die Ballgeschwindigkeit beeinflussen, indem man die oberen Spitzen der Federn leicht nach außen bzw. innen biegt und der Ball dadurch mehr oder weniger Luftwiderstand bietet.

Naturfedern brechen relativ leicht, besonders bei unsauber ausgeführten Schlägen. Bedingt durch den größeren Verschleiß und wegen der etwas höheren Kosten von Naturfederbällen haben sich im Freizeitbereich Imitate aus Kunststoff durchgesetzt. Sie sind günstiger und haltbarer, haben allerdings andere Flugeigenschaften als Naturfederbälle und bieten weniger Möglichkeiten für ein variantenreiches, schnelles Spiel.

Spielfeld

In der Regel wird Badminton in der Halle gespielt. Das Spielfeld ist dem des Tennis sehr ähnlich, ist allerdings mit 13,40 m Länge und 6,10 m Breite deutlich kleiner. Die Netzhöhe beträgt an den Pfosten 1,55 m und 1,524 m in der Netzmitte. Die Linien sind 4 cm breit und Teil des Spielfeldes, das sie begrenzen.

Einzel

In der Einzeldisziplin stellt die innere Begrenzungslinie die seitliche Feldbegrenzung dar, der Aufschlag darf bis zur hinteren Grundlinie ausgeführt werden.

Doppel

Beim Doppel ist das komplette Feld zu bespielen, der Aufschlag darf allerdings lediglich bis zur hinteren Aufschlaglinie und muss hinter bzw. auf die erste Aufschlaglinie geschlagen werden.

Disziplinen

Badminton wird wettkampfmäßig in fünf verschiedenen Disziplinen ausgetragen:

Herren-Einzel

Damen-Einzel

Herren-Doppel

Damen-Doppel

Mixed (gemischtes Doppel)

Einzel

Beim Einzel stehen sich zwei Spieler gegenüber. Beim Aufschlag muss der Aufschläger in seinem Aufschlag-Halbfeld stehen, der Rückschläger im Feld diagonal dazu. Während des weiteren Ballwechsels dürfen sich beide beliebig in ihrer Feldhälfte aufhalten.

Bei geradem Punktestand des Aufschlägers (0, 2, 4 ...) erfolgt der Aufschlag aus der rechten Feldhälfte, bei ungeradem Punktestand von links. Punkten kann jeweils nur der aufschlagende Spieler. Erzielt der Rückschläger einen Punkt, so wechselt das Aufschlagrecht. Der Federball muss beim Aufschlag in das diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld gespielt werden. Gelingt dies nicht, wird es als Fehler gewertet und der Gegner erhält das Aufschlagrecht. Nach jedem gewonnen Punkt wird das Aufschlagfeld gewechselt.

Damen- und Herrendoppel

Beim Doppel stehen sich zwei Spieler-Paare gegenüber. Beim Aufschlag befinden sich Aufschläger und Rückschläger im jeweiligen Aufschlag-Halbfeld, der Aufschlag muss diagonal gespielt werden.

Der erste Aufschlag eines Satzes und jeder erste Aufschlag nach dem Wechsel des Aufschlagsrechtes erfolgt aus dem rechten Aufschlagfeld. Die Aufstellung der Spieler für den Aufschlag ergibt sich aus der Aufstellung zu Beginn eines Satzes. Dies gilt dann für alle weiteren Aufschläge dieses Satzes:
Die beiden Spieler, die zu Beginn des Satzes im rechten Aufschlagfeld standen (also Aufschläger und Rückschläger), stehen dort, wenn ihr eigener Punktestand gerade (also 0, 2, 4 ...) ist, bei ungeradem Punktestand dagegen im linken Aufschlagfeld. Die beiden nicht am Aufschlag beteiligten Spieler dürfen sich beliebig auf dem Spielfeld positionieren.

Jeder Spieler des Doppels hat solange Aufschlagrecht, bis das Doppel einen Fehler macht. Dann wechselt das Aufschlagrecht zum zweiten Spieler des Doppels. Bei einem weiteren Fehler wechselt das Aufschlagrecht zum gegnerischen Doppel. Ausnahme: Bei Satzbeginn hat das aufschlagende Doppel lediglich einmal Aufschlagrecht. Punkte können nur bei eigenem Aufschlagrecht erzielt werden.

Die Aufstellung beider Spieler einer Doppel-Paarung während des anschließenden Ballwechsels ist beliebig und wird von der aktuellen Spielsituation und den technischen Fähigkeiten der Spieler abhängig gemacht. Idealerweise stellen sich beide zur Abwehr nebeneinander und decken die jeweils eigene Seite des Spielfelds ab. Beim eigenen Angriff dagegen steht man hintereinander, der hintere attackiert mit harten, steil nach unten geschlagenen Angriffsbällen (Smash) oder mit gefühlvoll kurz hinter das Netz geschlagenen Stoppbällen (Drop), während sein Partner vorne am Netz agiert und versucht, schlecht abgewehrte gegnerische Bälle zu erreichen und zu verwerten. Diese ständig wechselnde Aufstellung innerhalb eines Ballwechsels erfordert jahrelange Übung, ein gutes Auge für die Spielsituation und Verständnis im Zusammenspiel mit dem Partner.

Gemischtes Doppel

Beim gemischten Doppel oder Mixed (engl.: gemischt) bilden ein weiblicher und ein männlicher Spieler zusammen eine Doppel-Paarung. Die Regeln sind identisch mit dem des Damen- bzw. Herren-Doppels.

Aufstellung und taktisches Verhalten im gemischten Doppel weichen üblicherweise von dem der beiden anderen Doppel-Disziplinen ab, da man versucht, geschlechterspezifische Fähigkeiten ins eigene Spiel zu integrieren. So bewegt sich der Mann in der Regel hauptsächlich im hinteren Feldbereich, von wo aus er seine Reichweiten- und Kraftvorteile zu druckvollem Angriffsspiel nutzen kann. Die Frau dagegen, häufig flinker und gewandter, übernimmt das präzise Spiel in der vorderen Feldhälfte, insbesondere am Netz.

Um bereits zu Beginn des Ballwechsels zu dieser Aufstellung zu gelangen, steht der Mann meist schon beim Aufschlag hinter der Frau.

Spieldauer

Im Badminton wird, wie auch im Tennis oder Volleyball, nach Sätzen gespielt. Ein Satz gilt in der Regel als gewonnen, wenn eine Partei 15 (im Damen-Einzel 11) Punkte erlangt hat. Ein Spiel ist gewonnen, wenn eine Partei zwei Sätze gewonnen hat. Die Spieldauer kann mitunter stark variieren, da Punkte nur bei Aufschlagsrecht erzielt werden können und dadurch sehr lange Ballwechsel zustande kommen können.

Sonderregel "Verlängerung": Bei einem Spielstand von 14:14 (im Damen-Einzel 10:10) hat die Partei, die zuerst 14 (im Damen-Einzel 10) Punkte erreicht hat, einmalig das Recht, den Satz auf 17 Punkte (im Damen-Einzel 13) zu verlängern. Wird die Verlängerung nicht in Anspruch genommen, endet der Satz bei 15 (im Damen-Einzel bei 11) Punkten.

Technik

Schlagarten

Zum Schlagrepertoire eines guten Badmintonspielers gehören eine Reihe von Grundschlägen, die in zahlreichen Varianten angewendet werden können. Beispiele:

Name

Beschreibung

Clear

Langer, hoher Ball bis zur Grundlinie als Befreiungsschlag (1); daher der Name (Clear, engl.: klar, frei). Eine Variante ist der sogenannte Angriffs-Clear (2), der flacher und schnell gespielt wird, um den Gegner unter Druck zu setzen.

Drive

Schneller, flacher Ball auf Augenhöhe, knapp über das Netz geschlagen (3).

Smash

Der klassische Angriffsschlag. Ein hart geschlagener, geradliniger Schmetterschlag steil nach unten (4). Der Ball kann dabei eine Anfangsgeschwindigkeit von über 300 km/h erreichen!

Drop

Kurzer Ball knapp hinter das Netz (5). Oft als Auftakt zum Angriffsspiel eingesetzt, da der Gegner im günstigsten Fall gezwungen ist, den Ball steil nach oben zu spielen und dadurch die Gelegenheit für einen Smash bietet. Besonders wirkungsvoll, wenn bei der Schlagbewegung ein Clear oder Smash angetäuscht wird.

Drop am Netz

Auch Netzspiel oder Stopp genannt. Der Ball muss so knapp wie möglich über die Netzkante gehoben werden (6).

Gespielt werden können diese Schläge geradlinig (engl.: longline) oder diagonal (engl.: cross). Daraus ergeben sich typische Spielzüge, die jeder Spieler auf sich und sein Spiel abstimmt und versucht, in sein Spiel einzubauen.

Aufschlag

Neben den Grundschlägen aus dem Spiel heraus gibt es zahlreiche Aufschlagvarianten. Der Aufschlag beim Badminton bietet zwar kaum die Möglichkeit, direkt zu punkten wie z. B. beim Tennis, Volleyball oder Faustball. Dennoch versucht der Spieler, sich schon beim Aufschlag einen Vorteil zu verschaffen und die Oberhand für den kommenden Ballwechsel zu gewinnen.


Name

Beschreibung

Kurzer Aufschlag

Der kurze Aufschlag (1) ist die Standard-Spieleröffnung beim Doppel. Die Flugkurve des Balles sollte ihren höchsten Punkt vor dem Überqueren des Netzes haben und möglichst flach sein, so dass es dem Gegner erschwert wird, dem Ball aggressiv entgegen zu gehen und ihn vorne am Netz zu töten.

Drive-Aufschlag

Ein Überraschungsaufschlag, bei dem versucht wird, durch einen schnellen, harten und möglichst flachen Aufschlag z. B. die Rückhandseite des Gegners anzuspielen oder direkt auf den Körper zu treffen (2). Der Schläger wird dabei möglichst hoch genommen, muss aber den Regeln genügen (Schlägerkopf unterhalb der Hüfte und unterhalb der Schlaghand).

Eine Variante ist der Drive-Aufschlag vom Spielfeldrand (3). Der von der Seite kommende Ball ist schwer abzuschätzen, und die Aufschlagannahme ist schwierig, wenn der Ball auf die Rückhandseite gespielt wird.

Swip-Aufschlag

Bei dieser Variante wird ein kurzer Aufschlag angetäuscht, der Schläger aber im letzten Moment aus dem Handgelenk beschleunigt und der Ball überfliegt den Gegner (4). Die Flugbahn muss dabei so berechnet werden, dass der Gegner den Aufschlag nur im Zurücklaufen und nicht schon im Vorbeiflug erwischt, dennoch darf der Aufschlag nicht zu hoch sein, um dem Gegner möglichst wenig Zeit zum Erlaufen des Balles zu geben. Misslingt dieser risikoreiche Aufschlag, beendet meist ein Smash den Ballwechsel zu Ungunsten des Aufschlägers.

Hoher Aufschlag

Dieser Aufschlag ist die Standard-Spieleröffnung im Einzel (5). Der Ball wird kraftvoll möglichst hoch und bis zur hinteren Grundlinie des Feldes geschlagen. Im Idealfall ist der höchste Punkt der Flugkurve kurz vor der Grundlinie. Der Gegner wird so gezwungen, zum Erreichen des Balles bis ganz nach hinten zu laufen. Außerdem erschwert die hohe Fallgeschwindigkeit das Berechnen des optimalen Balltreffpunktes für den Rückschlag.

Schlägerhaltung

Neben den unterschiedlichen Schlagarten gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Schläger zu halten. Typischer Anfängerfehler und aus dem Freizeitbereich bekannt ist der sogenannte Bratpfannengriff, der aber für effizientes Spiel nicht brauchbar ist. Vor allem Finten, geschnittene Bälle und Rückhandschläge sind mit diesem Griff nur unzureichend zu realisieren.

Bei der optimalen Schlägerhaltung bildet die Schlagfläche quasi eine Verlängerung der geöffneten Handfläche. Um dies zu erreichen, legt man die Handfläche auf die Bespannung und führt die Hand, ohne den Winkel zum Schläger zu verändern, in Richtung Griff. Am untersten Ende kurz vor der spürbaren Wulst umschließt die Hand den Griff. Mit dieser Griffhaltung können im Prinzip alle Vorhandschläge ausgeführt werden. Für Schläge mit der Rückhand gibt der Daumen den nötigen Druck auf den Schläger.

Bei fortgeschrittener Spielweise sind weitere Schlägerhaltungen üblich, wie z. B. der sog. Pinzettengriff für Spiel am Netz, oder beim Aufschlag, beim Punkten (Töten) am Netz usw.

Spielbetrieb

Spielklassen

Wettkampfmäßig betrieben wird Badminton in Deutschland in folgenden Spielklassen:

1. Bundesliga

2. Bundesliga Nord und Süd

Regionalligen Nord, West, Mitte, Südost Ost und Südost Süd

Oberligen Nord A, Nord B, Mitte, Südwest

Verbandsligen

Landesligen

Landesklassen

Bezirksligen

Bezirksklassen

Kreisligen und Kreisklassen

Die Bezeichnung und Anzahl der einzelnen Spielklassen kann je nach Bundesland variieren.

Wettkampfmässig betrieben wird Badminton in der Schweiz in folgenden Spielklassen:

NLA

NLB West

NLB Ost

1. Liga

2. Liga

3. Liga

4. Liga

5. Liga, die 5. Liga ist mehr eine Plauschliga und kam in den letzten Jahren auf. Die Resultate werden für die offizielle Klassierung nicht gezählt.

Mannschaftsaufstellung

Ein Mannschaftsspiel umfasst in den Seniorenklassen in der Regel folgende acht Einzelspiele:

1. Herrendoppel

2. Herrendoppel

Damendoppel

1. Herreneinzel

2. Herreneinzel

3. Herreneinzel

Dameneinzel

Mixed (gemischtes Doppel)

Vor Beginn der Saison gibt der Verein eine Mannschaftsmeldung mit Ranglisten für die Herren und die Damen an den Verband ab. Gemäß dieser Rangliste werden die einzelnen Spiele ausgetragen. Dementsprechend spielt der ranglistenhöchste Herr das 1. Herreneinzel usw. Bei den Doppeln entscheidet die Summe der Ranglistenplätze beider Doppel einer Mannschaft darüber, wer das erste und wer das zweite Doppel bestreitet.

Eine komplette Mannschaft besteht aus 4 Herren und 2 Damen. Jeder Spieler bestreitet somit zwei Spiele pro Begegnung. Es gibt keine Auswechselspieler. Nach Ausfüllen des Spielberichtsbogens vor der Begegnung ist die Aufstellung unveränderbar. Muss ein Spiel z. B. wegen Verletzung abgebrochen werden, gilt es als verloren. Allerdings kann eine Mannschaft mit bis zu 8 Herren und 4 Damen antreten, so dass jeder Spieler genau ein Spiel bestreitet. Es ist aus taktischen Gründen gängige Praxis mehr Spieler einzusetzen als nötig sind, um spielstärkere Spieler gezielter einsetzen zu können. Abhängig von den Regeln der einzelnen Landesverbände ist es auch möglich, in den unteren Spielklassen Mannschaftsspiele mit weniger Spielern zu bestreiten.

Fachbegriffe

Hier einige Fachbegriffe in alphabetischer Reihenfolge ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Begriff

Erläuterung

Bratpfannengriff

Anfänger-Schlägerhaltung, bei der Rückhandschläge fast unmöglich sind. Wird in Ausnahmefällen beim Töten oder Wischen benutzt.

China-Sprung

Schlag im seitlichen Sprung und Landung nicht im Umsprung, sondern Bein auf Schlaghandseite fängt den Sprung ab.

Clear

Hoher Ball in den hinteren Spielfeldbereich (Befreiungsschlag).

Drive

Treibschlag, flacher schneller Ball in den hinteren Spielfeldbereich.

Drop

Kurzer Ball hinter das Netz gespielt.

Heben

Spiel am Netz: Leichtes Anheben des Balles, so dass er ohne zu Trudeln so knapp wie möglich über die Netzkante fliegt.

IGEA

Isoliert gespannte erregte Aktionsbereitschaft: Grundhaltung eines Spielers, in der er den gegnerischen Ball erwarten soll.

Pinzettengriff

Schläger wird mit den Fingerspitzen gehalten. Bevorzugte Schlägerhaltung beim Spiel am Netz, besonders beim Stechen.

Smash

Harter, geradliniger Schmetterschlag steil nach unten.

Stechen

Der Ball wird beim Spiel am Netz mit einer ruckartigen Vorwärtsbewegung ins Trudeln gebracht und dabei so knapp wie möglich über das Netz befördert. Durch das Trudeln ist er für den Gegner nur schwer zu kontrollieren.

Töten

Beenden des Ballwechsels durch schnelle, peitschenartige Bewegung des Schlägers vorne am Netz, der Ball wird steil nach unten geschlagen.

Wischen

Eine Variante des Tötens, bei der man, um das Netz nicht zu berühren, den Ball mit einer schnellen scheibenwischerähnlichen Bewegung trifft.

Wissenswertes

Badminton kann als eine der Sportarten angesehen werden, die höchste Ansprüche an den Spieler stellt. Um auch auf hohem Niveau siegreich sein zu können, werden ihm nicht nur körperliche Fähigkeiten unterschiedlichster Prägung abverlangt, sondern auch besondere geistige und charakterliche Voraussetzungen. Das in der Badminton-Szene viel zitierte, oft vereinfacht oder unvollständig wiedergegebene Zitat von Martin Knupp, einem erfolgreichen Badmintontrainer und Autor vieler Badminton-Lehrbücher, soll dies verdeutlichen:

Ein Badmintonspieler sollte verfügen über die Ausdauer eines Marathonläufers, die Schnelligkeit eines Sprinters, die Sprungkraft eines Hochspringers, die Armkraft eines Speerwerfers, die Schlagstärke eines Schmiedes, die Gewandtheit einer Artistin, die Reaktionsfähigkeit eines Fechters, die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers, die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters, die psychische Härte eines Arktisforschers, die Nervenstärke eines Sprengmeisters, die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren, die Besessenheit eines Bergsteigers sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers.
Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenig gute Badmintonspieler.

(Martin Knupp, Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986)

Diese metaphorisch formulierten Ansprüche werden, zumindest was die körperliche Fitness betrifft, durch einen wissenschaftlichen, nicht bestätigten Vergleich dänischer Sportjournalisten untermauert. Verglichen wurde das Badminton-WM-Finale von 1985 in Calgary zwischen Han Jian (China) und Morten Frost (Dänemark) mit dem Tennis-Endpiel von Wimbledon im gleichen Jahr zwischen Boris Becker und Kevin Curren. Die Analyse beider Spiele liefert interessante Hinweise auf die Belastung bei beiden Sportarten:

 

Tennis: Becker – Curren

Badminton: Han – Frost

Ergebnis

6:3, 6:7, 7:6, 6:4

14:18, 15:10, 15:8

Gesamtdauer

3 Std 18 min

1 Std 16 min

Reine Spielzeit

18 min (= 9 %)

37 min (= 48 %)

Ballwechsel

299

146

Ballberührungen (Schläge)

1004

1972

Ballberührungen pro Ballwechsel

3,4

13,5

Gelaufene Strecke

ca. 3,2 km

ca. 6,4 km

 

 

  

Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass die Badmintonspieler in weniger als der Hälfte der Zeit etwa doppelt so viel liefen und etwa doppelt so viele Ballberührungen hatten.

Allerdings sollte bedacht werden, dass es sich hierbei um Spiele auf Weltklasse-Niveau handelte. Die körperliche Anstrengung beim Badminton ist, wie in jeder Sportart, abhängig vom Spielniveau und dem Einsatzwillen der Spieler.

 

Volleyball

Volleyball ist eine Mannschaftssportart aus der Gruppe der Rückschlagspiele, die aus den USA stammt und nun weltweit ausgeübt wird. Der Weltvolleyballverband FIVB ist mit 217 Nationen der landesstärkste Sportverband der Welt und zählt offiziell 33 Millionen lizenzierte Spieler (Bei der FIFA gibt es ca. 30,97 Millionen Spieler, beides Stand 2002).

Beim Volleyball stehen sich zwei Mannschaften mit jeweils sechs Spielern auf einem durch ein Netz geteilten Spielfeld gegenüber.

Ziel des Spiels ist es, einen Ball (den "Volleyball") nur mit dem eigenen Körper und schlagender Weise über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu spielen, und zu verhindern, dass Gleiches dem Gegner gelingt. Eine Mannschaft darf den Ball dreimal in Folge berühren (zuzüglich zum Blockkontakt), um ihn zurückzuspielen.

Spielfeld

Es wird auf einem 18 Meter langen und neun Meter breiten Feld gespielt, das für die beiden gegnerischen Mannschaften in zwei Hälften, mit je neun mal neun Meter großen Flächen, geteilt ist. Zur Trennung dient in der Mitte des Feldes ein 1 Meter breites und 9,5 bis 10 Meter langes Netz (auf jeder Seite 25 Zentimeter bis 50 Zentimeter außerhalb der Seitenbänder), dessen Oberkante bei Herren 2,43 Meter, bei Damen 2,24 Meter und im Mixed 2,35 Meter hoch hängt. Das Netz sollte aus dunkelbraunem oder schwarzem Leinengarn bestehen. Auf Höhe der Linien ist an jeder Seite eine Antenne befestigt, die über die obere Kante des Netzes hinausragt. In drei Metern Abstand zum Netz und der Mittellinie befinden sich parallel die Angriffslinien. Rund um das eigentliche Spielfeld befindet sich die mindestens drei Meter breite freie Zone, in der der Ball ebenfalls gespielt werden darf. In der Halle wird ein insgesamt acht Meter hohes Dach empfohlen, ohne dass störende Hindernisse (z.B. Basketballkörbe) sich im Raum befinden. Im offiziellen Spielbetrieb werden (angesichts der begrenzten Möglichkeiten vieler kleinerer Vereine) in unteren Ligen seitens der Volleyball-Verbände geringere Anforderungen an die Räumlichkeiten gestellt als in höheren Spielklassen.

Ball

Der wie das Spiel selber genannte Ball, der Volleyball, ist seit dem Jahre 1999 mehrfarbig (vorher meist weiß) und besteht außen aus nahtlosem, leicht aufgepolstertem Leder. Innen befindet sich eine luftgefüllte Gummiblase. Mit einem Umfang von 65 bis 67 Zentimetern und 260 bis 280 Gramm Gewicht ist der Volleyball kleiner und deutlich leichter als ein Basketball oder auch ein Fußball.

Mannschaft

Eine Mannschaft besteht aus sechs Spielern. Die Spieler, die in der Anfangsaufstellung stehen, bezeichnet man als Startspieler (oder auch "Starting Six").

Die Startaufstellung der Mannschaft zeigt die Rotationsfolge der Spieler auf dem Feld an (vgl. Grafik rechts) und gilt für die Dauer des jeweiligen Satzes. Erobert eine Mannschaft durch einen Fehler des Gegners das Aufschlagsrecht, so rotieren ihre Feldspieler um eine Position im Uhrzeigersinn, wodurch der Spieler, der zuvor auf Position 2 am Netz stand, auf Position 1 rückt und damit für sein Team zum Aufschläger wird.

Obwohl diese Rotationsregelung dafür sorgt, dass jeder Spieler auf dem Spielfeld beständig die Positionen (in der Reihenfolge ... - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - 6 - usw.) durchläuft, wird Volleyball im Ligabetrieb im Allgemeinen mit festen Aufgabenverteilungen gespielt. Dies ist möglich, weil die Mannschaften die vorgeschriebene Aufstellung nur in dem Moment einnehmen müssen da der Aufschlag ausgeführt wird. Hat der Ball erst die Hand des Aufschlägers verlassen, sind die Spieler frei, sich entsprechend ihren vom Trainer zugewiesenen Aufgaben auf dem Feld zu positionieren. Erst wenn der Ballwechsel beendet ist, müssen sie vor dem nächsten Aufschlag wieder ihre gemäß der Rotationsfolge korrekte Position einnehmen.

Üblicherweise werden die Aufgaben in einer Mannschaft auf zwei Mittelblocker, zwei Außenangreifer und (je nach System) zwei Zuspieler oder einen Zuspieler und einen Diagonalspieler verteilt.

Die Hauptaufgaben des Mittelangreifers/-blockers sind das Blockspiel und der Schnellangriff durch die Mitte (Position 3).

Der Außenangreifer/-blocker greift von der linken Seite des Feldes aus an und stellt den Block auf seiner Feldseite (Position 4).

Hauptaufgabe des Zuspielers (oder auch Stellers) ist es, den angenommenen oder abgewehrten Ball mit der zweiten Ballberührung des Teams seinen Angreifern zuzuspielen (Position 2).

Der Diagonalspieler steht diagonal zum Zuspieler und übernimmt, falls der Zuspieler im Rückraum ist, dessen Blockaufgaben und greift normalerweise hinter dem Zuspieler an. Er ist es auch meist, der während eines Ballwechsels, wenn es die Spielsituation erfordert, für den Steller das Zuspiel übernimmt.

Spieler, die am Anfang des Ballwechsels im Hinterfeld (Positionen 1, 6 und 5) stehen, werden meist ebenfalls mit speziellen Aufgaben betraut, und wechseln daher nach dem Aufschlag schnellstmöglich auf die für sie von der Mannschaftstaktik vorgesehenen Hinterfeldpositionen.

Der Libero ist ein reiner Abwehrspieler. Er darf - von wo auch immer - nur unterhalb der Netzoberkante angreifen und sollte er einem Angreifer den Ball aus der (durch die Angriffslinie gekennzeichneten) Vorderzone heraus pritschend zuspielen, darf dieser seinen Angriff ebenfalls nicht oberhalb der Netzkante ausführen. Das gilt auch für Hinterfeldangriffe. Erfolgt das obere Zuspiel dagegen hinter der Angriffslinie, bestehen beim Angriff keine Einschränkungen. Der Libero darf außerdem keinen Block oder Blockversuch durchführen, sowie keinen Aufschlag ausführen. Die Position wurde erst 1998 in den Regeln festgeschrieben. Der Spieler unterscheidet sich durch ein andersfarbiges Trikot vom Rest der Mannschaft.

Pro Satz und Mannschaft sind sechs Auswechslungen erlaubt. Start- und Einwechselspieler bilden dabei ein festes, "exklusives" Tandem, d.h. sobald ein Spieler für einen anderen eingewechselt wurde, kann er auch nur für diesen wieder ausgewechselt werden (sog. Rückwechsel). Danach ist in diesem Satz für diese beiden Spieler das Wechselkontingent erschöpft, mit der Folge, dass der Startspieler den Satz zu Ende spielen, und der Ersatzspieler bis zum nächsten Satz auf der Bank Platz nehmen muss. Er darf nach seiner Auswechslung auch nicht für einen anderen Startspieler eingesetzt werden.

Eine Ausnahme von diesen Bestimmungen besteht allerdings für den Fall, dass sich ein im Spiel befindlicher Spieler verletzt, und nicht mehr weiterspielen kann.

Unabhängig davon darf der Libero auf den drei Rückraum-Positionen beliebig oft ein- und ausgewechselt werden.

Auf dem Spielberichtsbogen ist je Mannschaft Platz für die Eintragung von zwölf Spielern. Zusätzlich zu den sechs Startspielern können demnach auf der Ersatzbank maximal weitere sechs Spieler sitzen und zum Einsatz kommen.

Unparteiische

Beim Volleyball gibt es zwei Schiedsrichter. Der erste Schiedsrichter steht auf Netzhöhe und besitzt die höchste Entscheidungsbefugnis. Der zweite Schiedsrichter steht ihm gegenüber am anderen Ende des Netzes. Er entscheidet in eigener Zuständigkeit u.a. über Netzfehler im unteren Netzbereich (auch Übertreten der Mittellinie durch Spieler) und über Aufstellungsfehler der annehmenden Mannschaft. Außerdem darf der zweite Schiedsrichter pfeifen, wenn der erste Schiedsrichter nicht in der Lage ist eine Bodenberührung des Balles zu erkennen. Abgesehen davon kann er Fehler, die außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs liegen zwar anzeigen, allerdings nur in Form einer "Entscheidungshilfe", d.h. ohne den Spielzug eigenverantwortlich zu unterbrechen und ohne Letztentscheidungsbefugnis, die in solchen Fällen unverändert beim ersten Schiedsrichter liegt. Die Unparteiischen werden von zwei (in europäischen Wettbewerben vier) Linienrichtern unterstützt, die an den Ecken des Spielfelds platziert sind und neben der Entscheidung, ob der Ball im Feld war, den unparteiischen im höherklassiken Spielbetrieb auch anzeigen, ob ein Spieler der annehmenden Mannschaft den Ball berührt hat, bevor er ins aus ging. Die offizielle Bezeichnung hierfür lautet touche (frz. für "berührt"). Zusätzlich gibt es einen Anschreiber der den Spielberichtsbogen führt. Diesem Spielberichtsbogen kann man Aufstellung, Punkte, Sätze, Aufschlagsrecht, Bestrafungen, Auswechslungen Ort und Zeit des Spiels entnehmen. Er sitzt hinter dem zweiten Schiedsrichter und darf, wenn der Ball nicht im Spiel ist, von beiden Teams nach deren aktueller Aufstellung befragt werden.

Spielverlauf

Der Ball wird durch den Aufschlag ins Spiel gebracht: Der Aufschlagspieler schlägt den Ball über das Netz zum Gegner. Der Spielzug ("Rally") dauert so lange, bis der Ball die Spielfläche berührt, "aus" geht oder es einer Mannschaft nicht gelingt, ihn regelgerecht zurückzuspielen.

Im Volleyball erzielt die Mannschaft, die einen Spielzug gewinnt, einen Punkt ("Rally-Point-Zählweise"). Diese Regel wurde im Jahr 2000 eingeführt, um die Länge eines Spiels übersichtlicher zu gestalten und das Spiel damit zuschauerfreundlicher bzw. TV-tauglicher zu machen. Zuvor konnte nur die aufschlagende Mannschaft punkten.

Begeht die aufschlagende Mannschaft einen Fehler, erhält die andere Mannschaft sowohl einen Punkt als auch das Aufschlagsrecht. Aufschläger ist dann der Spieler, welcher nach der Rotation auf Position 1 steht.

Es wird in einem Satz normalerweise solange gespielt, bis eine Mannschaft 25 Punkte hat. Für den Satzgewinn muß sie aber mindestens zwei Punkte mehr haben als der Gegner, ansonsten wird der Satz bis zur Entscheidung verlängert. Um das Spiel zu gewinnen, muss eine Mannschaft drei Sätze (Gewinnsätze) für sich entscheiden (bei Jugend nur zwei Gewinnsätze). In einem eventuellen fünften Satz (Tie-Break) wird nur bis 15 gespielt.

Vor den Regeländerungen des Jahres 2000 galt die Zählung bis 15 grundsätzlich für alle Sätze (wobei die ersten vier Durchgänge spätestens - d.h. unabhängig vom Vorsprung - entschieden waren, wenn eines der beiden Teams 17 Punkte erreichte; der fünfte Satz wurde dann wie heute in "Rally-Point-Zählweise" bis 15 und ohne Maximalpunktgrenze durchgeführt). Anfangs konnte es bei inoffiziellen Turnierveranstaltungen noch vorkommen, daß die Anwendung der alten Zählweise vereinbart wurde, doch haben sich die neuen Regeln inzwischen praktisch vollständig durchgesetzt.

Jede Mannschaft kann pro Satz zwei Auszeiten von je 30 Sekunden nehmen.

Als Fehler gelten folgende Ereignisse.

Der Ball fällt zu Boden, trifft aber nicht das gegnerische Feld ("aus").

Eine Mannschaft berührt den Ball mehr als dreimal nacheinander (Ausnahme: Block).

Ein Spieler berührt den Ball zweimal hintereinander (Ausnahme beim ersten Kontakt: a) nach dem Block b) bei der Annahme innerhalb derselben Aktion).

Ein Spieler hält den Ball statt ihn zu schlagen ("führen", "lange Berührung").

Ein Spieler berührt das Netz, während er den Ball spielt.

Der Ball überquert das Netz nicht im vollen Durchmesser zwischen den Antennen oder deren gedachter Verlängerung bis zur Hallendecke.

Der Ball berührt einen nicht im Spiel befindlichen Spieler, Zuschauer, Trainer oder einen Gegenstand im "Aus".

Hinterspieler dürfen in der Angriffszone weder Blocken, noch Angriffsschläge oberhalb der Netzkante ausführen. Der bloße Versuch von Block oder Angriff, ohne dass der Ball tatsächlich berührt wird, ist noch kein Fehler (anders beim Libero! - vgl. oben).

Positionsfehler (z.B. muss sich jeder Hinterspieler im Moment des Aufschlags weiter entfernt vom Netz befinden als der jeweilige Vorderspieler). Ob eine Mannschaft richtig aufgestellt ist ergibt sich ausschließlich aus der Position ihrer Spieler zueinander (die tatsächlichen, individuellen Standorte im Feld spielen für sich genommen keine Rolle)

Bestimmte "Eingriffe" in den gegnerischen Raum bzw. Behinderung des Gegners bei dessen Aufspiel ("übergreifen", "übertreten")

Das Blocken des gegnerischen Aufschlags

Der aufschlagende Spieler benötigt mehr als 8 Sekunden für diese Aktion oder übertritt im Moment des Schlags die Grundlinie (bzw. die Verlängerungen der beiden Seitenlinien).

Berührt bei Überquerung des Netzes ein aufgeschlagener Ball die Netzkante, so gilt dies seit 2000 nicht mehr als Fehler. Fällt ein solcher Ball im gegnerischen Feld auf den Boden, so handelt es sich um ein Ass, und die aufschlagende Mannschaft hat einen Punktgewinn erzielt. Seit 1998 darf der Ball mit dem gesamten Körper berührt werden, außer beim Aufschlag. Zuvor galten Kontakte unterhalb der Gürtellinie, z.B. mit dem Fuß, als Fehler.

Bei groben Regelverstößen kann ein Spieler mit einer gelben Karte bestraft werden. In diesem Fall gibt es zusätzlich einen Punkt für den Gegner.

Techniken
Aufschlag

Mit dem Aufschlag beginnt ein neuer Ballwechsel. Der aufschlagende Spieler steht hinter der Grundlinie und versucht den Ball so über das Netz zu spielen, dass die gegnerische Mannschaft ihn nicht regelgerecht zurückspielen kann. Die Richtung und Geschwindigkeit des Balls können variiert werden. Der Aufschlag kann von unten oder oben gespielt werden. Bei letzterem wird der Ball hoch geworfen und der Spieler schlägt ihn stehend oder mit einem Sprungaufschlag. Dabei gilt, dass der Spieler zwar hinter der Grundlinie abspringen muß, aber im Feld landen darf. Darüber hinaus hat die eigentliche Aufschlaghandlung stets zwischen den Verlängerungen der beiden Seitenlinien zu erfolgen. Wenn der Aufschlag sofort zum Punkt führt, spricht man von einem Ass.

Baggern/Manschette (Unteres Zuspiel)

Beim Baggern wird der Ball mit den parallel gehaltenen Unterarmen von unten gespielt, oft befindet er sich dabei knapp über dem Boden. Diese Aktion wird häufig bei der Annahme eines gegnerischen Aufschlags oder der Abwehr eines Angriffsschlags ausgeführt. In Extremsituationen kommt mitunter auch die einhändige Variante der Bagger-Abwehr zum Einsatz.

Pritschen/Pass (Oberes Zuspiel)

Hierbei wird der Ball, der sich in einer relativ hohen Position befinden muss, mit den Finger-Innenflächen gespielt. Die Aktion wird oft beim Zuspiel als Vorbereitung eines Angriffsschlags verwendet. Auch hier gibt es eine einhändige Variante, die jedoch höchste Anforderungen an Technik und Koordination stellt, um nicht vom Schiedsgericht als "unsauber" (weil "geführt", vgl. unten) abgepfiffen zu werden.

 

Angriffsschlag/Smash

Damit soll ein Ballwechsel beendet werden. Der Spieler springt mit ausgestrecktem Arm hoch und schlägt den Ball so über das Netz, dass er möglichst im Spielfeld der gegnerischen Mannschaft auf den Boden trifft. Beim Rückraumangriff springt ein Hinterfeldspieler zum Schlagen außerhalb der Angriffszone (3-Meter-Raum) ab. Wenn er die Angriffslinie bzw. ihre gedachte seitlichen Verlängerung betritt oder überschreitet und den Ball dann auch oberhalb der Netzkante schlägt, bedeutet dies einen Fehler.

Block

Ein oder mehrere Spieler springen in der Nähe des Netzes hoch und versuchen mit ausgestreckten Armen den gegnerischen Angriff direkt abzuwehren. Wenn der Ball trotzdem in die Hälfte der abwehrenden Mannschaft fällt, kann er weitergespielt werden. Der Block hat eine Sonderstellung, da er beim Hallen-Volleyball nicht zu den erlaubten drei Kontakten hinzuzählt. Blocken dürfen allerdings nur Vorderspieler.

Japan-Rolle

Die Japanrolle ist eine Abwehrtechnik. Beim Annehmen des Balles macht man einen Ausfallschritt und rollt sich dann über die linke oder rechte Schulter ab. Die Technik wurde erstmals 1964 von den Japanern bei den Olympischen Spielen gezeigt.

Hechtbagger

Der Hechtbagger kommt zum Einsatz, wenn der Ball sehr weit von der Standposition entfernt gespielt wurde und man den Ball erst sehr spät erreichen kann. Wegen der großen Entfernung ist es oft nur möglich, den Ball auf den letzten Zentimetern zu erreichen und ihn wieder ins Spiel zu bringen. Dabei gibt es sowohl den einarmigen als auch den beidarmigen Hechtbagger. Der Hechtbagger beginnt mit einer sprintähnlichen Grundstellung, weil man eine schnelle Bewegung nach vorn benötigt. Man drückt sich mit dem vorderen Bein ab und nimmt die Arme zum Schwungholen zur Hilfe. Nun erfolgt eine Flugphase in Bodennähe und mindestens ein Arm ist nach vorn gestreckt. Mit der gestreckten Hand berührt man den Ball von unten. Es reicht aus, wenn die Hand auf dem Boden ist und der Ball von ihr abprallt. Ein beidarmiger Hechtbagger wird in der Regel mit der normalen Baggerhaltung ausgeführt.

Rutschbagger

Diese Technik ist dem Hechtbagger sehr ähnlich. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass man den Ball nicht im Flug erreicht, sondern den größten Teil der Strecke auf dem Boden rutscht.

Für die unterschiedlichen Aktionen gibt es heutzutage spezialisierte Spieler (siehe Mannschaft). Im Angriff und Block werden große Spieler bevorzugt, während kleinere Spieler eher auf den hinteren Positionen agieren.

Varianten

Beachvolleyball

Eine Variante für draußen ist Beachvolleyball. Die Regeln entsprechend weitestgehend denen in der Halle. Die wichtigsten Unterschiede sind folgende.

Es gibt nur zwei Spieler pro Mannschaft.

Das Spielfeld ist kleiner (16 m * 8 m)

Der Block zählt bei den drei erlaubten Ballkontakten mit.

Es gibt Einschränkungen beim oberen Zuspiel (nachzulesen hier und hier).

Als Bodenbelag wird eine mindestens 40 cm starke Schicht aus Sand mit 0,2 mm Durchmesser und abgerundetem Korn gefordert. Die Spielfeldmarkierung besteht aus Kunststoffbändern mit Erdankerplatten.

Mixed

Gemischte Teams bestehen aus je drei männlichen und drei weiblichen Spielern. Die Regeln sind im sog. BFS (Breiten- und Freizeitsport) geregelt. Sie weichen nur in geringem Umfang von den offiziellen Regeln ab. Die Netzhöhe beträgt z.B. beim Mixed-Volleyball 2,35m.

Sitzvolleyball

Die Variante Sitzvolleyball findet im Behindertensport Anwendung. Sie wurde 1956 vom niederländischen Verband eingeführt, um körperlich behinderten Menschen den Zugang zu diesem Sport zu ermöglichen. Internationale Wettbewerbe gibt es seit 1967, aber erst seit 1978 unterstützt die Internationale Sportorganisation für Behinderte (ISOD) den Sport. Bei den Paralympics ist Sitzvolleyball seit 1980 (Männer) bzw. 2004 (Frauen) im Programm und hat sich zu einer der beliebtesten Disziplinen entwickelt. Der internationale Verband ist die World Organisation Volleyball for Disabled (WOVD). Beim Sitzvolleyball ist das Spielfeld kleiner (10 m * 6 m) und das Netz deutlich niedriger (1,15 m bzw. 1,05 m). Die Spieler müssen während des gesamten Spielverlaufs auf dem Boden sitzen. Dadurch werden auch die Unterschiede in der Körpergröße irrelevant. Vorteile für größere Spieler sind nicht mehr gegeben.

Smashball

Smashball ist eine Variante des Volleyballs die anstatt eines Netzes einen 7 Meter großen Abstand zwischen den Feldern der beiden Mannschaften vorsieht. Die Felder sind kleiner und es wird wie beim Beachvolleyball in Zwei-Mann-Teams gespielt. Die weiteren Regeln entsprechen größtenteils dem Volleyball.

Geschichte

Volleyball wurde am 9. Februar 1895 von William Morgan aus Holyoke, USA vorgestellt. Der Sportdirektor des YMCA hatte ein Spiel namens Mintonette als Zeitvertreib für ältere Mitglieder entwickelt. Es galt als sanfte Alternative zum Basketball, der im nur 10 Meilen entfernten Springfield, Massachussetts entstanden war. Die Indoor-Sportart enthielt charakteristische Elemente aus Tennis und Handball. Morgan selbst verfasste auch die ersten Regeln. Diese sahen ein 25 * 50 Feet (7,62 m * 15,24 m) großes Feld und ein 6 Feet 6 Inches (1,98 m) hohes Netz vor. Die Zahl der Spieler war ebenso unbegrenzt wie die Zahl der erlaubten Ballkontakte. Bei einem Fehlaufschlag gab es wie beim Tennis einen zweiten Versuch.

Ein Beobachter des ersten Spiels im YMCA Springfield führte 1896 den noch heute gebräuchlichen Namen Volleyball ein (abgeleiteten von dem englischen Wort volley = Hagel, Salve). Dort wurden die Regeln auch leicht verändert.

In den folgenden Jahren verbreitete sich die Sportart über Kanada (1900) in die ganze Welt. Die führenden Nationen sind heute Brasilien, Italien und Russland. Nach Schätzungen der FIVB beteiligen sich heute 1/6 aller Menschen weltweit aktiv oder als Zuschauer am Volleyball.

Der internationale Verband, die Fédération Internationale de Volleyball (FIVB), wurde 1947 gegründet. Seit 1963 gibt es den europäischen Verband, die Confédération Européenne de Volleyball (CEV). Der deutsche Verband (DVV) existiert seit 1955. In der Bundesliga wird seit 1957 der Deutsche Meister ermittelt. Weltmeisterschaften werden seit 1949 (Männer) bzw. 1952 (Frauen) ausgetragen. Volleyball ist seit 1964 olympische Disziplin. Die Variante Beach-Volleyball wurde 1986 von der FIVB offiziell anerkannt und gehört seit 1996 zum olympischen Programm.

 

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